STIEFEL Peter
STIEFEL Peter 4 gennaio 1942 - 19 settembre 2019
Peter Stiefel, * 4.1.1942 Zurigo (Hausen am Albis), † 19.7.2019 Kilchberg. Pittore, incisore, stampatore, disegnatore e artista oggettuale, Peter Stiefel è una figura singolare dell’arte svizzera contemporanea, capace di attraversare tecniche, luoghi e linguaggi con uno sguardo sempre inquieto e sperimentale. Dopo la formazione presso il corso propedeutico della Kunstgewerbeschule di Zurigo con Ernst Gubler (1958–1959), Stiefel compie un apprendistato come decoratore e muove i primi passi professionali nelle grandi fiere svizzere. Nel 1964 apre con Max Wiederkehr un atelier di stampa a Kilchberg, dando avvio a un rapporto profondo e duraturo con le tecniche incisorie. Nel 1967 si trasferisce a Roma, dove lavora come art director per il film Necropolis di Franco Brocani: un’esperienza che rafforza la sua attenzione per l’immagine, la narrazione visiva e l’atmosfera simbolica. Negli anni successivi collabora con Friedrich Kuhn (1972) e intraprende un lungo viaggio attraverso Nord e Centro America (1974), esperienza che lascia tracce nelle sue prime acqueforti realizzate nel suo atelier dal 1975 al 1977 a Breganzona.

Premiato più volte dalla Fondazione STEO e dal Cantone di Zurigo, dal 1978 Stiefel trova un nuovo luogo di lavoro e ispirazione nell’ex Pastificio Vecchio di Cavigliano, dove produce disegni, dipinti e sculture.

Nel 1980 torna a Zurigo, lavorando come stampatore su rame presso l’atelier di Peter Kneubühler e insegnando disegno alla Mittelschule Dr. Buchmann (1984). Dal 1986 stabilisce il suo atelier-abitazione per stampa su rame e xilografia a Kilchberg, mentre espone regolarmente in mostre personali e collettive. È membro attivo della associazione svizzera di xilografi XYLON. Negli anni Novanta amplia la sua attività didattica: insegna all’Università di Augusta (1991–1992) e nel 1998 è professore ospite di grafica d’arte alla Scuola superiore di design di Amburgo. Partecipa inoltre al progetto campo nomade primaverile di Franco Lafranca nella Valle Bavona (1995).

Dal 2000 al 2008 stampa tutte le incisioni di Matias Spescha, lavorando spesso nel suo atelier a Peyriac e collaborando all’allestimento della mostra Lieu Renconters a Sigean. Tra i suoi progetti più emblematici figura Zürcher Schädelstätte (1985–1986), una serie monumentale di 365 teste, accompagnata dalla produzione di un cortometraggio. L’opera riflette sulla presenza, sul tempo e sulla metamorfosi dell’identità, temi ricorrenti in tutta la sua produzione. Peter Stiefel è stato sposato con l’artista Regula Schiess (†2018), con la quale condivise sensibilità, ricerca e percorsi creativi.

Peter Stiefel, * 4.1.1942 Zurigo (Hausen am Albis), † 19.7.2019 Kilchberg. Maler, Radierer, Plastiker und Zeichner. 1958–1959 Besuch der Zürcher Kunstgewerbeschule in der Klasse von Ernst Gubler. Lehre als Dekorateur bei der Firma Löw, anschliessend Arbeit für die Mustermesse Basel und das Comptoir Suisse in Lausanne. Ab 1964 Atelier in Kilchberg zusammen mit Max Wiederkehr. 1967 Übersiedlung nach Rom und dort Art Director des Films Necropolis von Franco Brocani. 1972 Assistent bei Friedrich Kuhn. 1974 Reise von Kanada über die USA und Mexiko bis Guatemala. 1975 Atelier in Breganzona und erste Radierungen. Ab 1978 Mitinhaber der ehemaligen Teigwarenfabrik Pastificio Vecchio in Cavigliano. Hier entstehen wichtige Zeichnungen, Bilder und Skulpturen. 1980 Übersiedlung nach Zürich, arbeitet als Kupferdrucker im Atelier von Peter Kneubühler (1944–1999). Auf der Insel Gran Canaria Malereien mit Tusche, weisser Kreide und Gewürzfarben. Ab 1984 Unterricht als Zeichnungslehrer an Mittelschulen, ab 1986 Wohnung und Atelier in Kilchberg, wo er sein eigenes Atelier für Kupferdruck und Holzschnitt aufbaut. 1991–1992 Lehrauftrag an der Universität Augsburg, 1998 Gastprofessur für Druckgrafik an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Ab 1995 Mitarbeit am Projekt campo nomade primaverile von François Lafranca im Val Bavona. Druckt für Matias Spescha von 2000 bis zu dessen Tod 2008 sämtliche Radierungen und arbeitet in dessen Gastatelier in Peyriac (Südfrankreich). 2006 dreht Stefan Stucki einen Kurzfilm über das tagebuchartige Projekt Zürcher Schädelstätte; ein weiterer Film – über das Atelier von Peter Stiefel – ist in Bearbeitung.

«Malen heisst nichts anderes als: eliminieren» und «alles, was schön ist im Bild, musst Du wegmalen!» So beschrieb Peter Stiefel in einem Interview mit dem Kulturjournalisten Peter K. Wehrli einst sein künstlerisches Credo. Viele Arbeiten – seien es Radierungen, Linolschnitte oder Gemälde – sind von Symbolen geprägt. Die frühen Werke sind anekdotischer, komplexer und märchenhafter ins Bild gesetzt als die späteren, die sich durch Reduktion und Verdichtung bis hin zur Abstraktion auszeichnen. Ein Wendepunkt in Stiefels bildhauerischer Arbeit ist das Projekt der Zürcher Schädelstätte (1987), einer Art dreidimensionalem Skizzenbuch, in dem der Künstler während eines Jahres jeden Tag einen Kopf aus Lehm, Holz, Schamotte oder Muschelkalk formte. Gefühlslagen, Erlebnisse, die täglichen gesellschaftlichen und politischen Ereignisse, alles fliesst in die Gestalt und den Ausdruck der Köpfe ein, die verknappt, verzerrt, aber auch edel ausgebildet sind.

In seinem grafischen Werk arbeitet der Künstler oft in Zyklen und fasst die Blätter in einem Mappenwerk oder Buch zusammen. Die Farbholzschnittfolge Das Birnenholz (1996) vereinigt in eindringlich zeichenhafter Formensprache Landschaften, Figuren und traumbildhafte Sequenzen. Bildstrukturen, die oft von der Naturform ausgehen, zeugen von der steten Auseinandersetzung mit dem Organischen, auch in naturfernen Objekten wie Wagen, Haus oder Leiter. In Kleinskulpturen oder -plastiken aus Holz, Zement, Papiermaché und Karton, aber auch in Zeichnungen und Grafiken wird das Thema Turm in unterschiedlich komplexem Aufbau variiert. Es sind Studien zum Torre guardiano, einem fünf Meter hohen Wachturm aus Holz im Tessiner Val Bavona, den Peter Stiefel zusammen mit François realisiert.

In seinem äusserst breit gefächerten Werk erprobt der Künstler immer wieder andere Techniken. So macht er etwa Malversuche mit Eitempera, mit dem das Bild anders als bei der Acrylfarbe eine samtige, matte Oberfläche erhält. Neueste Arbeiten sind Landschaftsaquarelle aus dem südfranzösischen Bages und Zeichnungen von Wäldern im Val Bavona.

Werke: Graphische Sammlung ETH Zürich; Zürich, Fides Trust AG, Eingangshalle des Bürogebäudes Eggbühl, Die Eggbühler Jahreszeiten, zehn grossformatige Radierungen, 1992; Zürich, Universitätsspital, Rheumaklinik, Die fünf Kontinente und Atlantis, sechs Wandbilder in Serigrafie, 1994.

Suzanne Kappeler, 2009 (SIKART)

Link:

https://www.google.com/search?q=peter+stiefel+k%C3%BCnstler&tbm=isch&ved=2ahUKEwjosYyQm9PxAhUEGewKHVZ0CX8Q2-cCegQIABAA&oq=peter+stiefel+k%C3%BCnstler&gs_lcp=CgNpbWcQA1AAWABguqEEaABwAHgAgAEAiAEAkgEAmAEAqgELZ3dzLXdpei1pbWc&sclient=img&ei=PszmYOiaGISysAfW6KX4Bw&bih=953&biw=1347

http://www.xylon.ch/de/publikationen/stiefel-tt.shtml

http://www.atelieralexander.ch/sites/e_stiefel.php

http://www.adriankuenzi.ch/Medien/walliserbote29_4_11.pdf

https://www.fotointern.ch/archiv/2013/09/28/buchtipp-werner-gadliger-im-atelier-und-unterwegs-kunstlerportrats/

https://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001682

http://www.onarte.ch/down/16_DAAZ_Guide-DE.pdf

https://www.tagesanzeiger.ch/365-koepfe-suchen-ein-neues-zuhause-457673373699

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